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Leukämie ist eine Blutkrankheit, bei der sich die weissen Blutkörperchen krankhaft und unkontrolliert vermehren. Bei den akuten Formen der Leukämie geschieht das sehr rasch, so dass ohne Behandlung innerhalb weniger Wochen ein lebensgefährlicher Zustand eintritt. Dagegen kann bei den chronischen Formen der Zustand, z.B. bei einem Kind, über Monate oder Jahre stabil bleiben. Die Behandlung muss daher nicht immer sofort begonnen werden.
Das Blut besteht aus gelösten Bluteiweissen und Blutzellen (Erythrozyten = rote Blutkörperchen, Leukozyten = weisse Blutkörperchen, Thrombozyten = Blutstillungszellen), die alle lebenswichtigen Funktionen für den Organismus übernehmen. Diese Blutzellen haben entsprechend ihrer Funktionen nur eine begrenzte Lebensdauer und müssen ständig erneuert werden. Der Ort der Blutbildung ist das Knochenmark, das im ganzen Körper in den Hohlräumen der Knochen verteilt ist und in ständigem Austausch mit dem Blut steht. Im Knochenmark werden aus wenigen Stammzellen durch Zellteilungen und Reifungsschritte ständig alle Arten der Blutzellen in grosser Zahl neu gebildet. Wenn sie reif sind, gehen sie in den Blutkreislauf. Bei Leukämie ist der normale Reifeprozess der weissen Blutkörperchen unterbrochen, es treten auch unreife weisse Blutkörperchen in den Blutkreislauf über und vermehren sich unkontrolliert. Die bösartigen Zellen sind funktionslos und verdrängen die gesunden Knochenmarkszellen. Es treten Symptome wie Infektionen, Blutarmut und Blutungsneigung auf. Die Ursachen für die Entstehung von Leukämien sind praktisch unbekannt. Faktoren, wie radioaktive Strahlung, bestimmte chemische Stoffe (z.B. Insektizide, Benzol, einzelne Medikamente) oder sogar Ess- oder Trinkwaren können das Risiko für eine Leukämie-Erkrankung erhöhen. In den 60er Jahren wurden eine Reihe von Medikamenten gegen Leukämie entwickelt, die den Weg für die heute übliche Chemotherapie ebneten. Ab den 70er Jahren wurde eine neue Behandlungsmethode für Leukämie vorgestellt: Die Knochenmarktransplantation. Die Heilungsaussichten mit der Schulmedizin liegen heute bei der früher immer tödlich verlaufenden akuten Leukämie, bei Kindern bei ca. 70%. Statistiken über die Leukämiebehandlung unter Altenativmedizin liegen nicht wirklich vor.
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