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Endlich, nach der langen Zeit des Wartens, flog ich Richtung Asien, um die Beiden abzuholen. Bei der Ankunft erkannte mich Dominic schon nach wenigen Momenten wieder, ein schönes Gefühl. Wir blieben noch eine Woche im Kreise der Familie und machten uns dann auf den Heimweg. Für den Moment schien alles bestens zu sein. Kaum waren wir jedoch zwei Wochen zuhause, kam ein Anruf aus Asien. Dominics dortige Grossmutter war auf tragische Weise tödlich verunglückt. Dominics Mami flog sofort zu ihrer Familie, um bei der Beerdigung dabei sein zu können. Die Trauer über den Verlust war gross und aus dem vorgesehenen kurzen Aufenthalt, wurden vier Monate.
Über Nacht war ich nun mit Dominic allein und wir konnten zusammen die Zeit nachholen, in der er vorher weg war. Dank der grossen Mithilfe von Dominics Grossmutter hier, schafften wir es auch. Es wurde kurzfristig ein Krippenplatz organisiert und jeden Morgen vor der Arbeit brachte ich unseren Schatz in die Obhut der lieben Menschen dort. Am Abend nach der Arbeit holte ich ihn wieder ab und zuhause frönten wir einer richtig intensiven Vater/Sohn-Beziehung. Es wurde gekocht, zusammen gespielt und er durfte bei mir im Bett schlafen. Mindestens einmal pro Woche schlief er eine Nacht bei seiner Grossmutter. Nach den vier Monaten kam Dominics Mami wieder zurück und unser Kleiner freute sich sehr, als er sie sah. Jetzt endlich konnten wir beginnen, ein «normales» Leben aufzubauen, auf jeden Fall dachten wir das. Bis zu dem schlimmen Tag, der unser aller Leben veränderte. Es war der 4. März 1997, Dominic kränkelt schon seit langem immer wieder. Trotz häufiger Besuche beim Kinderarzt, schien es ihm nicht ganz klar zu sein, was unser Kleiner überhaupt hatte. Als Dominic nach einer kurzen Phase der Erholung wieder krank wurde, hatten wir genug von diesem Arzt und gingen direkt ins Kinderspital Basel. Wir wollten endlich erfahren, was mit unserem Schatz wirklich los war. Dominic wurde untersucht und wir wurden befragt. Nach einiger Zeit kam man zur Erkenntnis, das er wohl eine Lungenentzündung hätte. Jedoch wollte man noch eine genauere Diagnose erstellen und machte noch weitere Untersuchungen. Die besorgen Gesichter der Ärzte machten uns Angst. Wir wurden in ein separates Zimmer geführt, wo man uns beibrachte, dass Dominic schwer krank wäre. Sie diagnostizierten akute myeloischer Leukämie bei ihm. Niemals im Leben hätten wir mit sowas gerechnet und es war, als würde uns der Boden unter den Füssen weggezogen. |
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