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Hier begann nun der Kampf unseres kleinen Helden. Er ertrug all die Torturen mit viel Kraft, obwohl jeden Tag an ihm herumgeschnitten wurde und er sehr starke Chemotherapien über sich ergehen lassen musste. Seine traurigen Blicke brachen uns immer wieder das Herz. Das einzige was wir tun konnten, war Tag und Nacht im Spital zu sein und Dominic mit unserer Liebe und Zuneigung, Mut und Kraft zu geben. Und er gab uns seine Liebe und Zuneigung zurück. So viel, dass wir unendlich dankbar dafür waren und sind.
Der Ablauf der Therapien lief erfolgreich und bei uns kam Hoffnung auf, dass sich alles zum Guten wenden würde. Von Tag zu Tag ging es unserem Schatz besser und im September, nach mehreren Monaten Aufenthalt im Kinderspital, konnte er endlich wieder nach Hause. Wieder zuhause blühte unser Kleiner richtig auf und ausser den wöchentlichen Routineuntersuchungen schien die Leidenszeit und die Krankheit in weite Ferne gerückt. Es war im Februar 1998, als man bei einer der Routineuntersuchung Veränderungen in den Blutwerten von Dominic sah. Die brutale Realität holte uns wieder ein, es stand fest, unser Schatz hatte einen Rückfall. Das Blut war abermals voller Leukämie-Zellen und er musste sofort wieder ins Spital. Die zweite, noch härtere Therapie begann. Als erstes versuchet man es im Kinderspital nochmals mit einer Chemotherapie-Variante. Alles lief bestens, aber dies war nicht der Weg zur Heilung bei einem Rückfall. Es gab nur eine Möglichkeit, eine Knochenmarktransplantation / Stammzellenspende damit er die Chance zum Überleben hatte. Wir stimmten zu, wir wollten einfach alles versuchen. Heute denke ich, dass es besser gewesen wäre, von dieser weiteren Behandlung abzusehen. Dominic musste so viel mehr leiden.
Die Transplantation fand im Kantonsspital Basel statt, wo er meine Stammzellen erhielt, weil kein Spender gefunden werden konnte. Er blieb jetzt auf der Isolationsabteilung des Spitals. Die letzten Wochen seines kurzen Lebens musste er nun dort bleiben. Die Zeit war die Höhle, wir fühlten uns oft unverstanden und empfanden die Art wie mit unserem Kleinen umgegangen wurde als haarsträubend. Und trotz der Möglichkeit und der Zusage des Kinderspitals, ihn wieder dorthin zurückzuführen, wurden wir im Kantonsspital wie Gefangene festgehalten. Wir wussten nicht wieso, wir empfanden nur die unmenschliche Behandlung einen Hohn im Angesichts der Krankheit unseres Kleinen. Es kam Hass in uns auf, der bis heute besteht. Das es auch anders geht, hat das Kinderspital bewiesen. Die Ärzte dort waren sehr viel menschlicher als einer der «Weissjacken» vom Kantonsspital. Im Laufe der weiteren Behandlung ging es Dominic immer schlechter. Es schien so, als mochte er nicht mehr und wollte aufgeben. Wir standen nur hilflos dabei und es war bedrückend und tat weh, dass wir nichts tun konnten. Dann, am 29. April 1998, drei Tag vor seinem Tod, wurde unser Schatz ins Kinderspital zurückgebracht.
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